Beim OP-Workshop der Raphaelsklinik arbeiten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen mit Originalwerkzeugen an Knochenmodellen.
Beim OP-Workshop der Raphaelsklinik arbeiten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen mit Originalwerkzeugen an Knochenmodellen.
Beim OP-Workshop der Raphaelsklinik arbeiten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen mit Originalwerkzeugen an Knochenmodellen.
Beim OP-Workshop der Raphaelsklinik arbeiten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen mit Originalwerkzeugen an Knochenmodellen.

Sägen wie der Chirurg

[12.12.2014]

Ein beherzter Griff zur Spezialsäge und der Kopf des Hüftknochens ist Geschichte. Mit der Raspel wird der Knochen vorbereitet um danach unter Einsatz eines Hammers das künstliche Hüftgelenk aufzunehmen. Szenen, die sich hierzulande pro Jahr rund 200.000-mal abspielen. In diesem Fall sind jedoch keine Chirurgen am Werk sondern Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pfleger aus Operationssälen aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland.

Beim „Münsteraner OP-Workshop“ der Raphaelsklinik arbeiten sie an realistischen Knochenmodellen mit Originalwerkzeugen, Schrauben, Platten und Prothesen. Ziel des Workshops unter der Leitung von Prof. Gunnar Möllenhoff ist, ein besseres Gefühl dafür zu vermitteln, was der Chirurg während eines Eingriffs gerade macht und die nächsten Schritte noch besser zu kennen. Da sich bei diesem in Deutschland häufigsten orthopädischen Eingriff ständig Neuerungen ergeben, sind die Stände mit den OP-Werkzeugen, künstlichen Gelenken und Knochenzementspritzen dicht umlagert.

Neben den praktischen Übungen werden den 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an zwei Tagen in mehreren Workshops theoretische Informationen zur Versorgung gebrochener Knochen und zum Einsatz künstlicher Gelenke vermittelt. Ein Veranstaltungsteil ist dem Thema Mitarbeitermotivation gewidmet. Der ausgeprägte Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt hat zur Folge, dass zufriedene Mitarbeiter für manche Krankenhäuser überlebenswichtig geworden sind. Wenn Operationssäle ungenutzt bleiben, weil gut ausgebildete Fachleute fehlen, bedeutet dies für die Kliniken hohe Verluste.