Im voll besetzten Foyer der Raphaelsklinik berichteten der Chefarzt Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann (l.), der Koordinator des Schilddrüsenzentrums, Dr. Jörg Teklote (r.) und die Leiterin der Selbsthilfegruppe Schilddrüsenkrebs, Irmgard Verlage (m.) über das Thema "Schilddrüsenknoten – Was tun?"
Über 100 Interessierte fanden den Weg ins Klinikfoyer.
Im voll besetzten Foyer der Raphaelsklinik berichteten der Koordinator des Schilddrüsenzentrums, Dr. Jörg Teklote (l.) und die Leiterin der Selbsthilfegruppe Schilddrüsenkrebs, Irmgard Verlage (r.) über Probleme nach Schilddrüsenoperationen.
Die Experten standen während der Veranstaltung für Fragen zur Verfügung.
Dr. Jörg Teklote und Irmgard Verlage im Dialog.
Über 100 Interessierte fanden den Weg ins Klinikfoyer.
Die Tumorzentren der Raphaelsklinik im Verbund.
Der enge Kontakt zu den Selbsthilfegruppen ist für die Leiter des Schilddrüsenzentrums von großer Bedeutung.

Schilddrüsenknoten – Was tun?

[07.02.2015]

Es ist wie so oft im Leben – verläuft alles normal, wird sie kaum wahrgenommen, gerät etwas aus dem Ruder, steht sie plötzlich im Blickpunkt. Gemeint ist in diesem Fall die Schilddrüse, im Normalbetrieb steuert sie mit ihren Hormonen zuverlässig den Stoffwechsel und die Funktionen vieler Organe, bei Über- oder Unterfunktion kommt es jedoch zur Achterbahnfahrt der Gefühle entweder mit Nervosität, Unruhe und starkem Schwitzen oder Müdigkeit und Antriebsarmut.

Knoten in der Schilddrüse sind häufig, jeder dritte Erwachsene zwischen 20 und 60 Jahren leidet hierzulande entweder an einer Schilddrüsenvergrößerung oder an einem Knoten in der Schilddrüse. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer. Relativ selten sind hingegen Krebserkrankungen der Schilddrüse, einen gutartigen Knoten von einem Tumor zu unterscheiden ist daher „die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, wie der Chefarzt der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Raphaelsklinik, Manfred Pützler, sagt.

Wie verbreitet Knoten in der Schilddrüse auch in Münster sind, zeigte die Resonanz auf den Infotag des Schilddrüsenzentrums Münster im Foyer der Raphaelsklinik am Samstag, zu dem über 100 Besucher kamen. Nachdem die niedergelassene Radiologin Dr. Ute Schmies und Manfred Pützler über die Untersuchungsmöglichkeiten bei Schilddrüsenknoten informierten, berichtete der Chefarzt und Leiter des Schilddrüsenzentrums, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, über die chirurgischen Möglichkeiten zur Entfernung der Knoten.

Dass nicht immer das Skalpell zum Einsatz kommen muss, legte der Nuklearmediziner der Uniklinik, Prof. Dr. Burkhard Riemann dar. Er zeigte Möglichkeiten und Grenzen der Strahlenbehandlung auf. Zum Abschluss ging der Oberarzt Dr. Jörg Teklote gemeinsam mit der Leiterin der Selbsthilfegruppe Schilddrüsenkrebs e.V., Irmgard Verlage, auf Probleme nach einer Schilddrüsenoperation ein.