Susanne von Bülow (l.) während der Eröffnungsrede ihres Mannes Ruppe Koselleck. Auf dem Boden die Druckstöcke einiger ihrer Arbeiten.
Die druckgrafische Installation zeigt Druckstöcke mit verletzten Fußballerinnen.
Die Künstlerin Susanne von Bülow.
Susanne von Bülow (l.) während der Eröffnungsrede ihres Mannes Ruppe Koselleck.
Susanne von Bülow (l.) während der Eröffnungsrede ihres Mannes Ruppe Koselleck. Auf dem Boden die Druckstöcke einiger ihrer Arbeiten.
Der Künstler Ruppe Koselleck ist Susanne von Bülows Ehemann, er hielt die Gastrede zur Eröffnung.
Susanne von Bülow (2.v.r.) im Gespräch mit Gästen der Ausstellungseröffnung.
Während der Eröffnung der Ausstellung "Kontaktzone".
Susanne von Bülow (m.) während der Eröffnung ihrer Ausstellung im Foyer der Raphaelsklinik

Susanne von Bülows „Kontaktzone“

[03.07.2014]

Susanne von Bülows Drucke, die aktuell im Foyer der Raphaelsklinik ausgestellt werden, zeigen oft verwundete, verletzte Menschen. Entstanden sind die Wunden zum Beispiel beim Fußballspiel, wenn als Folge eines Fouls oder harten körperlichen Einsatzes die Haut beim Kontakt zum Rasen abgeschürft wurde. Doch die dargestellten Personen leiden nicht, sie sind nicht seelisch verletzt, vielmehr betrachten sie stolz ihre Wunden wie Trophäen eines erfolgreichen Kampfes.

„Ich habe nach Wunden gesucht, auf die Menschen stolz sind, die man gerne zeigt“, berichtet die Künstlerin. „Man trifft in dieser Ausstellung auf Personen, die sich auf sich selber konzentrieren“, erläuterte der Künstler Ruppe Koselleck während seiner Eröffnungsrede vor zahlreichen Zuhörern. Der Betrachter ertappt die Figuren bei der Selbstwahrnehmung, wie Koselleck meint. Die Haut sieht die Künstlerin als Kontaktzone zwischen dem Menschen und der Welt, als eine schützende und verletzte, leicht verschrammte oder aufgeschürfte Schnittstelle zwischen dem Innen- und Außenleben. Der Ausstellungsort, ein Krankenhaus, passt gut zu von Bülows Werken, wie sie erklärt: „Ich bezeichne meine Figuren oft als Patienten, sie nehmen Schaden, ich arbeite damit, dass ihnen etwas passiert ist.“

Die Ausstellung ist täglich von 9 bis 19 Uhr im Foyer der Raphaelsklinik, Loerstraße 23, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Während der „Nacht der Museen und Galerien“ am 20. September wird die Ausstellung bis 24 Uhr geöffnet sein.

Susanne von Bülow – Kontaktzone

Ausstellung im Foyer der Raphaelsklinik Münster vom 4. Juli bis zum 22. September 2014. Während der "Nacht der Museen und Galerien" am 20. September 2014 bis 24 Uhr geöffnet.