Chefarzt Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann berichtet über die operativen Möglichkeiten bei einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung.
Die Chefärzte Manfred Pützler (l.) und Dr. Ulrich Peitz berichteten über die Untersuchungsmöglichkeiten bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.

Symptome werden manchmal falsch gedeutet

[27.09.2014]

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) regelt den Blutzuckerspiegel und ist an der Verdauung beteiligt. Beide Aufgaben erfüllt sie in der Regel unauffällig und zuverlässig, wenn keine Störung vorliegt. Treten Entzündungen oder Krebserkrankungen auf, kann es gefährlich werden. Die Symptome treten oft erst spät in Erscheinung und werden manchmal falsch gedeutet, zum Beispiel als Rückenschmerzen.

Am 27. September informierten Experten des Pankreaszentrums der Raphaelsklinik im Klinikfoyer über die Funktion, Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten des Bauchorgans. “Unser Wissen über die Bauchspeicheldrüse hat sich in den letzten Jahren stark erweitert“, erläutert Chefarzt Prof. Dr. Dr. Matthias Hofmann und fährt fort: „Wir wissen heute wesentlich genauer, wann operiert werden muss oder wann andere Therapien ausreichen oder sogar sinnvoller sind.“

Neben Vorträgen zur Lage und Funktion der Bauchspeicheldrüse, Untersuchungsmöglichkeiten, den Krankheitsbildern und deren Therapiemöglichkeiten informierten Mediziner des Pankreaszentrums auch über die Ernährung nach einer Operation und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen. „Die Betroffenen sind heute wesentlich mobiler als früher, wir sprechen fast täglich mit Patienten, die eine zweite Meinung hören möchten und daher zu uns in die Klinik kommen“, berichtet Hoffmann.

Das „Pankreaszentrum Münster“ der Raphaelsklinik wurde 2011 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und war damit eines der ersten in Nordrhein-Westfalen.

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