Dr. Ulrich Peitz und Dr. Erik Allemeyer (v. l.) informieren über die medikamentösen und die operativen Möglichkeiten zur Therapie einer chronischen Darmverstopfung.
Das Foyer der Raphaelsklinik war voll besetzt, als der Chefarzt Manfred Pützler über die radiologischen Untersuchungsmöglichkeiten der Obstipation berichtete.
Das Foyer der Raphaelsklinik war voll besetzt, als der Chefarzt Manfred Pützler über die radiologischen Untersuchungsmöglichkeiten der Obstipation berichtete.
Das Foyer der Raphaelsklinik war voll besetzt, als der Chefarzt Manfred Pützler über die radiologischen Untersuchungsmöglichkeiten der Obstipation berichtete.
Während der Pausen konnten sich die Besucher bei den Ausstellern informieren.
Die Pflegeexpertin für Ernährung, Beate Goerdeler, gab Tipps zur gesunden Ernährung.
Das Foyer der Raphaelsklinik während des Vortrags von Prof. Hoffmann aus der Vogelperspektive.
Während der Pausen konnten sich die Besucher bei den Ausstellern informieren.
Frederik Timme unterhielt die Gäste während der Pausen am Klinikflügel.

Tabuthema Darmverstopfung

[19.11.2012]

Die chronische Darmverstopfung, medizinisch Obstipation genannt, gehört sicher nicht zu den Themen, über die gerne gesprochen wird. Dass aber dennoch ein großer Informationsbedarf besteht, zeigte am Samstag der Besucherandrang im Foyer der Raphaelsklinik. „Es besteht bei den Betroffenen ein hoher Leidensdruck der in manchen Fällen so groß ist, dass ein normales Leben kaum noch möglich ist“ berichtete der chirurgische Chefarzt der Raphaelsklinik, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann.

Der gastroenterologische Chefarzt Dr. Ulrich Peitz, der gemeinsam mit Hoffmann das Darmkrebszentrum Münster leitet, beruhigte die Zuhörer bezüglich der Einnahme von Abführmitteln „Die meisten Menschen nehmen solche Medikamente nur gelegentlich ein, das ist dann kein Problem“ sagte der Mediziner. Erst wenn die Dosis laufend gesteigert werden müsse, sollte man genauer nach den Ursachen suchen.

Wie diese Suche abläuft, erklärte der Chefarzt der Radiologie, Manfred Pützler. Ein wichtiges Instrument des Radiologen zur Untersuchung des Darms ist der Computertomograph mit dessen Hilfe es inzwischen möglich ist, eine virtuelle Darmspiegelung vorzunehmen, ohne das Endoskop zur Hand nehmen zu müssen. Auch das Ausscheiden von Kontrastmitteln kann unter Röntgensicht verfolgt werden. Dabei können bei manchen Patienten Aussackungen im Darm beobachtet werden, die verhindern, dass der Stuhl komplett ausgeschieden wird, es bleibt dann ein ständiges Völlegefühl zurück.

In solchen Fällen kommt der Chirurg zum Einsatz, wie Dr. Erik Allemeyer erläuterte, der an der Raphaelsklinik die Sektion Proktologie leitet. „Sehr viele Eingriffe am Enddarm werden heutzutage nicht mehr durch die Bauchdecke sondern über die natürliche Darmöffnung vorgenommen, es entsteht also keine äußerlich sichtbare Narbe“, beruhigte Allemeyer die Zuhörer. Welcher Weg der richtige ist, müsse bei jedem Patienten individuell entschieden werden, erklärten die Experten abschließend.