Tag der offenen Tür

[22.09.2008]

Am 20. September öffnete die Raphaelsklinik zwischen 11 und 17 Uhr ihre Tore und lud zum "Tag der offenen Tür". Das Planungsteam und alle beteilgten Mitarbeiter hatten von Anfang an ein gemeinsames Ziel: den Besuchern sollte vieles geboten werden, nur keine Langeweile.

Auf einer Bühne im Foyer stellte der WDR-Moderator Peter Wejdling im Interview mit Ärzten der Klinik und externen Kooperationspartnern die Abteilungen des Hauses einem interessierten Publikum vor. Im gesamten, frisch renovierten Erdgeschoss konnten sich die Besucher über das Leistungsspektrum der Innenstadtklinik informieren, an vielen Infoständen wurden Serviceleistungen wie Blutdruckmessungen oder Ultraschalluntersuchungen angeboten. Einen wahren Ansturm erlebte das Labor. Deren Leiterin Susanne Sloot war begeistert: “Wir haben je 275 Tests zu Blutzucker- und Cholesterinwerten durchgeführt. Hätte der ‚Tag der offenen Tür’ länger gedauert, wären es sicher noch mehr Untersuchungen geworden.“ Auch die Aromapflege-Expertinnen hatten keine freie Minute: „Wir haben rund 130 Besucher mit speziellen Duftölen eingerieben und über unser Angebot informiert. Der Andrang war enorm!“

Das Team der Klinikküche verwöhnte die Besucher mit leckerem und gesundem Essen, die Physikalische Therapie bot unterschiedliche gymnastische Übungen an. In den Räumen der Radiologie im ersten Stock fanden informative medizinische Vorträge statt. Der OP öffnete zwei Säle und wurde von den interessierten Münsteranern förmlich überrannt. Zudem wurden Führungen zum neuen Klinikpfad und zur Kurzzeitpflegestation angeboten.

Neben den Abteilungen der Klinik stellten sich auch viele Selbsthilfegruppen und Hilfsorganisationen der Öffentlichkeit vor. Bei einem Malwettbewerb für Kinder entstanden viele liebevoll gestaltete Bilder des Erzengels Raphael, die später im Foyer der Klinik mehrere Wochen ausgestellt wurden.

Ein echtes Highlight war die Medizinhistorische Ausstellung, die einen Querschnitt der Sammlung von Prof. Dr. Uvo Hölscher von der Fachhochschule Münster und Gunter Vietor, dem ehemaligen Leiter der Medizintechnik der Uniklinik darstellte. Gegenwärtig fristen die rund 3000 Exponate der Sammlung ihr unscheinbares Dasein in mehreren Containern in Steinfurt, da es noch keinen Ort für eine dauerhafte Ausstellung gibt. Vielleicht findet sich ja zukünftig ein Raum in der Raphaelsklinik für diese einmalige Sammlung.

Viele Besucher strömten in die Klinik, als der Romanautor Jürgen Kehrer seine, exklusiv für die Festschrift der Raphaelsklinik verfasste Kurzgeschichte „Wilsberg und die Leiche mit dem Löffel“ vortrug. Den Abschluss machte das Max-Teschner-Jazztrio in Begleitung der niederländischen Sängerin Maria Fernandez Alvarez.

Etwa 5000 Besucher fanden an diesem Tag den Weg in die Klinik „Vielleicht waren es auch mehr, wir mussten irgendwann mit dem Zählen aufhören“ beschreibt der Pflegedirektor der Raphaelsklinik, Manfred Fehrenkötter diesen erfolgreichen „Tag der offenen Tür“.

(Michael Bührke)