Telefonaktion und Infoveranstaltung zur Darmkrebsvorsorge

[06.03.2009]

Zum „Darmkrebsmonat“ erklärt die Ludwigshafener Stiftung LebensBlicke e. V. den März jeden Jahres. Ihr Ziel ist die Aufklärung der Bevölkerung und die Halbierung der Todesfälle durch Darmkrebs in Deutschland. Dieser Anspruch ist nicht utopisch, da die Vorsorgeuntersuchung beim Vermeiden des Darmkrebses eine zentrale Bedeutung hat.

Mit einer Telefonaktion und einer öffentlichen Vortragsveranstaltung zum Thema „Münster gegen Darmkrebs – Vorsorge im Gespräch“ beteiligt sich das „Darmkrebszentrum Raphaelsklinik Münster“ in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion. Am Donnerstag, 12. März, stehen Experten der Klinik sowie niedergelassene Ärzte von 18 bis 20 Uhr unter Telefon 0251.5007-3333 für alle Fragen rund um das Thema Darmkrebsvorsorge als Ansprechpartner zur Verfügung. Am Samstag, 14. März, findet von 10 bis 12 Uhr im Foyer der Klinik eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Vorträgen und Diskussionen statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit den anwesenden Medizinern.

Fast 90 Prozent aller Darmkrebsfälle entstehen aus ursprünglich harmlosen Polypen. Mehrere Jahre dauert es, bis sich aus einer solchen Schleimhautwucherung bösartige Krebszellen entwickeln können. Wird sie also frühzeitig bei der Darmspiegelung erkannt, kann sie einfach entfernt und dem Krebs so die Grundlage entzogen werden. Darmpolypen treten meist ab dem 50. Lebensjahr auf, ab 60 haben rund 20 Prozent und ab dem 75. Lebensjahr drei Viertel der Bevölkerung Darmpolypen. Nur die wenigsten allerdings wissen davon, weil zunächst keine Beschwerden auftreten. Ab dem 56. Lebensjahr tragen die Krankenkassen die Kosten für die Darmkrebsvorsorge. Die verbreitete Angst vor der Darmspiegelung ist dank modernster Technik unbegründet. Auch wenn der Krebs schon ausgebrochen ist, besteht Hoffnung auf Heilung: „Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Aussichten“, berichtet der Chefarzt der Chirurgie I der Raphaelsklinik und Leiter des Darmkrebszentrums, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann aus seiner täglichen Praxis. „Wenn ein Tumor noch nicht gestreut hat, bestehen sehr gute Heilungschancen.“

Die Veranstaltungen der Raphaelsklinik zum Darmkrebsmonat sind kostenlos, jeder Interessierte ist willkommen.

(Michael Bührke)