Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann von der Raphaelsklinik berichtet über die Operationsmethoden bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.
Das Foyer der Raphaelsklinik war vollbesetzt, als Dr. Ulrich Peitz von den Entzündungen der Bauchspeicheldrüse berichtete.
Das Foyer der Raphaelsklinik war vollbesetzt, als Dr. Ulrich Peitz von den Entzündungen der Bauchspeicheldrüse berichtete.
Ein informatives Rahmenprogramm rundete die Veranstaltung ab.
Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann (l.) und Dr. Ulrich Peitz leiten das Pankreaszentrum Münster.
Die Selbsthilfegruppe der Pankreatektomierten war ebenfalls mit einem Infostand vertreten.
Die Aromapflege der Raphaelsklinik war sehr beliebt bei den Besuchern.
Das Foyer der Raphaelsklinik war vollständig besetzt.

Tückische Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse

[29.10.2012]

„Die Sicherheit der Operationsverfahren bei Bauchspeicheldrüseneingriffen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen“ erläutert der allgemeinchirurgische Chefarzt Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann während des „Bauchspeicheldrüsentags“ im vollbesetzten Foyer der Raphaelsklinik. Auch im fortgeschrittenen Alter sei eine Operation oftmals noch sinnvoll. Hoffmann ist zusammen mit seinem Chefarztkollegen Dr. Ulrich Peitz Leiter des „Pankreaszentrums Münster“, das als einziges Zentrum dieser Art im Münsterland von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde.

Vor rund 150 interessierten Zuhörern berichteten am 27. Oktober die Experten des Zentrums über die Eigenschaften des Bauchorgans, Funktionsstörungen und moderne Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind tückisch, da sie oft erst relativ spät Beschwerden verursachen. Bei der Untersuchung zwischen gut- und bösartigen Erkrankungen zu unterscheiden ist nicht immer einfach und erfordert viel Erfahrung. „Glücklicherweise sind die meisten Bauchspeicheldrüsenbeschwerden gutartig“ beruhigt Peitz die Zuhörer. Dennoch erkranken in Deutschland nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft jährlich rund 15.000 Menschen an dieser Form des Krebses. Frauen und Männer sind dabei etwa gleichstark betroffen. Neben den bekannten Untersuchungen in der „Röhre“, also dem Computer- und Kernspintomografen, setzten die Mediziner in den letzten Jahren vermehrt die sogenannten Endosonografie ein, bei der ein kleiner Ultraschallkopf wie bei einer Magenspiegelung über einen Schlauch eingeführt wird.

In einem speziellen Teil gingen die Ärzte des Pankreaszentrums auf den Punkt der Ernährung nach Operationen an der Bauchspeicheldrüse ein: „Früher wurde den Betroffenen geraten, bei der Ernährung vollkommen auf Fett zu verzichten. Heute wissen wir, dass Fett wichtig ist, zum Beispiel für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine im Körper.“ Hervorgehoben wurde am Ende der Veranstaltung auch die enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen, um eine Versorgung der Betroffenen auch nach dem Krankenhausaufenthalt zu gewährleisten.