Wie sieht das Leben nach einer Krebserkrankung aus?

[30.04.2015]

Betroffene und Angehörige informieren sich beim Patiententag der Münsteraner Allianz gegen Krebs 

Die Diagnose Krebs ist heutzutage nicht mehr automatisch ein Todesurteil. Im Gegenteil: Die moderne Medizin ermöglicht vielen Betroffenen ein längeres Leben mit durchaus hoher Lebensqualität. Doch wie geht es nach einer Krebserkrankung weiter? Wie sieht die Tumornachsorge aus? Wer hilft mir bei der Bewältigung psychischer Probleme infolge der Erkrankung? Auf diese und andere Fragen bekamen Betroffene, Angehörige und alle Interessierten am Mittwoch, 29. April, Antworten von Experten der Münsteraner Allianz gegen Krebs (MAgKs) beim Patiententag in der Bezirksregierung. 

Die Betreuung aus einer Hand hat sich die MAgKs auf die Fahnen geschrieben. Durch den Zusammenschluss von Clemenshospital, Raphaelsklinik und Fachklinik Hornheide zur Allianz ist es möglich, das beste Ergebnis für den Patienten zu erzielen. Gemeinsam werden Diagnosen diskutiert und Behandlungen besprochen. Kurze Wege für den Patienten sind dabei ganz wichtig. Und nicht nur die medizinisch-pflegerische Versorgung spielt dabei eine Rolle, auch Psychoonkologen, Ernährungswissenschaftler und Selbsthilfegruppen arbeiten in der Allianz eng zum Wohle des Patienten zusammen. All diese Berufsgruppen präsentierten sich daher auch beim Patiententag, und standen den Besuchern für persönliche Gespräche zur Verfügung.

„Diese Veranstaltung ist auch deshalb so wichtig, weil sie Hemmschwellen abbaut“, waren sich die Mediziner einig. Die Besucher begegnen Ärzten und Experten unterschiedlichster Fachrichtungen, und können diese direkt ansprechen. Viele nutzten diese Möglichkeit des persönlichen Gesprächs.

Neben den medizinischen Vorträgen rund um neue Therapien bei Magenkrebs oder Behandlungsmöglichkeiten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs freuten sich auch die Nichtraucherwerkstatt und die Psychologen mit ihren Vorträgen über regen Zulauf. Abgerundet wurde das Angebot durch zahlreiche Informationsstände der Tumorzentren und Selbsthilfegruppen.