Bernd Pöppelmann (l.) und Jörg Adler vor dem Bild eines Löwen.
Begeisterte Besucher während der Eröffnung der Ausstellung von Bernd Pöppelmann.
Begeisterte Besucher während der Eröffnung der Ausstellung von Bernd Pöppelmann.
Das Foyer war am Abend der Ausstellungseröffnung gut gefüllt.
Bernd Pöppelmann gilt als Wegbereiter der modernen Tiermalerei.

Wilde Tiere im Krankenhaus

[15.04.2010]

Ausstellung virtuoser Tierbilder von Bernd Pöppelmann in der Raphaelsklinik

Bernd Pöppelmann gilt als Wegbereiter der modernen Malerei von Wildtieren in Deutschland. 25 seiner fesselnden und außergewöhnlich detailgetreuen Tierdarstellungen sind gegenwärtig im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen.

Als begeisterter Pöppelmann-Kenner und -Bewunderer erwies sich Münsters Zoodirektor Jörg Adler, der als Gastredner die Ausstellung vor rund 100 Gästen eröffnete. „Bernd Pöppelmann besitzt detaillierte Kenntnisse über die Lebensweise und das Verhalten der Tiere. Anders sind solche Bilder nicht möglich“ begeisterte sich der Zoodirektor und erklärte sich die Wirkung der Werke des Steinfurters so: „Er malt nicht die Natur und die Tiere, er erzählt sie. Jedes Bild steckt voller Geschichten“.

Erstmals trafen sich Künstler und Zoodirektor 2002 beim Besuch der berühmten Schimpansenforscherin Jane Goodall in der Halle Münsterland. Pöppelmann brachte das großformatige Porträt einer Schimpansenfamilie mit und verkaufte es zugunsten der Jane-Goodall-Stiftung. Käufer war der Allwetterzoo, seither hängt das Bild dort in der Verwaltung. „Wenn ich im Sitzungszimmer bin, sehe ich immer auf dieses Bild. Das ist für die Mitarbeiter manchmal etwas anstrengend, weil ich aus dem Grund nicht immer so genau zuhöre“ berichtete Adler zur Erheiterung der Ausstellungsbesucher. Genau so, wie der Maler es auf dem Bild darstellt, habe Adler das Leben der Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum erlebt, begeisterte sich der Gastredner.

Für sein demnächst erscheinendes Buch wünschte sich Bernd Pöppelmann ein Vorwort von Jane Goodall. Wieder war es Jörg Adler, der sich für den Tiermaler einsetzte. Als er in Grönland mit der Schimpansenforscherin zusammentraf, hatte er einen Stapel abfotografierter Bilder Pöppelmanns dabei, die Goodall so sehr faszinierten, dass sie begeistert dem Wunsch nach einem Vorwort nachkam. „Pöppelmann ist Maler und Naturschützer zugleich, ein Warner vor der Zerstörung der Natur“ schloss Adler seine Gastrede.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai täglich von 9 bis 20 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. 30 Prozent des Verkauferlöses gehen an die Jane-Goodall-Stiftung.

(Michael Bührke)

 

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