„Zentrale interdisziplinäre Aufnahme (ZiA) mit Notfallambulanz“ feierlich eröffnet

[12.11.2007]

„Zentrale interdisziplinäre Aufnahme (ZiA) mit Notfallambulanz“ ist der vollständige und etwas sperrige Name der neuen Aufnahme in der Raphaelsklinik. Am 12. November hat sie ihren Dienst aufgenommen. Dass es sich dabei nicht um alten Wein in neuen Schläuchen handelt, sondern um eine elementare Verbesserung bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten in Münster, verdeutlicht Dr. Christian Otte, der leitende Arzt der ZiA. Gemeinsam mit Andreas Mönnig, der die pflegerische Leitung innehat, ist er für die ZiA zuständig.

„Viele Kliniken planen zurzeit die Einrichtung einer zentralen Aufnahme. Die Raphaelsklinik ist in Münster und im weiteren Umfeld die erste Klinik, die das Konzept realisiert hat.“ Als wichtigste Vorteile der ZiA nennt er die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für Patienten und Hausärzte. Der Erstkontakt des Patienten findet mit Fachärzten statt. Diagnose und Therapie beginnen direkt in der ZiA, ein individueller Diagnose- und Therapieplan wird unmittelbar erstellt. Überwachungsmöglichkeiten werden verbessert und die Wartezeiten ebenso wie die Wege verkürzt.
Natürlich profitieren auch die Mitarbeiter von der ZiA, zum Beispiel durch fachabteilungsunabhängige Entscheidungen und klare Zuständigkeiten, die Entlastung von fachfremden Aufgaben, eine einheitliche, festgelegte Ausstattung der interdisziplinären Räume und die Zusammenlegung von Bereichen und Sekretariaten. Durch die zentrale Terminplanung für Sprechstunden, Aufnahmen und Untersuchungen werden Spitzenbelastungszeiten reduziert.
Die ZiA ist sowohl für Notfälle als auch für geplante Aufnahmen zuständig, wobei die Anfahrt von der Windthorststraße weiterhin den Krankentransportfahrzeugen vorbehalten bleibt. Wer zu Fuß zur geplanten Aufnahme erscheint, betritt die Klinik auch in Zukunft durch die Drehtür an der Loerstraße.
Während Einweihungsfeier am 11. November erinnerte Gregor Hellmons an den Mauerfall, der sich an diesem Tag zum 18. Mal jährte. „Zu solchen Anlässen ist es Tradition, den Blick nach Vorne zu richten“ und führte weiter aus, dass auch der Bau der ZiA eine wichtige Investition in die Zukunft gewesen sei. Auch Joachim Schmitz sieht im Bau der ZiA einen wichtigen Schritt in Richtung umfassende Patientenversorgung „Der Arzt kommt hier zum Patienten und nicht umgekehrt.“ Bei aller Freude über den gelungenen Umbau stellte er jedoch in seiner auch Rede klar, dass die weitere Finanzierung des Gesundheitswesens unter den gegebenen Rahmenbedingungen immer schwieriger wird, auch wenn die ZiA deutlich zur Kostendämpfung beiträgt.

(Michael Bührke)