Die Organisatoren und Referenten des Endoprothetikforums diskutierten über die Zukunft des künstlichen Kniegelenkersatzes.
In diesem Jahr stand wieder der künstliche Kniegelenkersatz im Fokus.
Die begleitende umfangreiche Industriemesse bot in den Pausen viele Gelegenheiten zum fachlichen Austausch.
Über 300 Mediziner brachten sich während zahlreicher Vorträge auf den neuesten Stand.
Gut Havichhorst hat sich mal wieder als Veranstaltungsort bewährt.
Über 300 Mediziner brachten sich während zahlreicher Vorträge auf den neuesten Stand.
Die begleitende umfangreiche Industriemesse bot in den Pausen viele Gelegenheiten zum fachlichen Austausch.
In diesem Jahr stand wieder der künstliche Kniegelenkersatz im Fokus.
Die begleitende umfangreiche Industriemesse bot in den Pausen viele Gelegenheiten zum fachlichen Austausch.

Zu wenige Chirurgen in den OP-Sälen

[11.03.2016]

Über 300 Mediziner aus Deutschland und dem benachbarten Ausland trafen sich am 11. und 12. März auf Gut Havichhorst in Handorf zum jährlichen Endoprothetikforum der Raphaelsklinik. Seit dreizehn Jahren findet diese Tagung vor den Toren Münsters statt, die inzwischen zu den bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland zählt. In diesem Jahr standen aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet des künstlichen Kniegelenkersatzes im Fokus.

Neben aktuellen Entwicklungen bei den Materialien der künstlichen Gelenke und bei den OP-Techniken lag ein Schwerpunkt der Tagung auf der Vermeidung von Infektionen, ein Punkt, der gerade im Zusammenhang mit den vieldiskutierten resistenten „Krankenhauskeimen“ von großer Bedeutung ist.

Mit Besorgnis sehen die Organisatoren des Forums die zukünftige Versorgung der Patienten mit Ersatzprothesen. Wegen des stetig wachsenden Durchschnittalters der Bevölkerung und laufend verbesserter Operationsmethoden ist auch die Zahl der Kniegelenksprothesen in den vergangenen Jahren ständig gestiegen, aktuell liegt die Zahl bei über 100.000 Eingriffen pro Jahr. Doch auch die beste Prothese muss irgendwann ersetzt werden, bei künstlichen Kniegelenken ist dies im Schnitt nach 15 bis 20 Jahren der Fall. Da sich immer weniger Medizinstudenten für die Berufslaufbahn des Chirurgen entscheiden und auch pflegerisches Fachpersonal für die OPs fehlt, sehen die Experten in den Operationssälen zunehmend personelle Engpässe für die Zukunft voraus.