Chest Pain Unit

Brustschmerzen können ganz banale Ursachen haben. Es kann aber auch ein lebensbedrohender Zustand dahinterstecken. Gemeint ist damit die weltweit häufigste Todesursache, der Herzinfarkt. Ein wichtiger Faktor beim Kampf gegen die tückische Krankheit ist die Zeit. Es vergeht noch immer viel zu viel Zeit zwischen den ersten Symptomen und dem Beginn der Behandlung. Leider erreichen 40 bis 50 Prozent der Betroffenen nicht mehr lebend das Krankenhaus. Denn Zeit ist Herz!Lieber sollten Betroffene einmal zu oft zum Hörer greifen als zu spät. Wenn der charakteristische Schmerz in der Brust auftritt, oftmals ausstrahlend in den Arm, den Rücken, Hals oder Kiefer und die Brust sich wie eingeschnürt anfühlt, muss umgehend die Notrufnummer 112 gewählt werden.

Chest Pain Unit
In der Chest Pain Unit („Chest Pain“, Engl. für „Schmerzen im Brustkorb“) der Raphaelsklinik wurden alle Abläufe von der Aufnahme über die Untersuchungen bis zum Eingriff buchstäblich auf Herz und Nieren überprüft, an keiner Stelle darf es haken, wenn es um das Überleben des Patienten geht. Dass die Betroffenen in der Innenstadtklinik bestens aufgehoben sind, hat auch die unabhängige Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) nach einer eingehenden Prüfung mit der Verleihung ihres Siegels bestätigt.

Herzinfarkt
Beim Herzinfarkt verstopft ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Herzkranzgefäß, der Herzmuskel wird nicht mehr mit Blut versorgt, es droht das Absterben von Muskelgewebe. Oftmals sind die Gefäße bereits vorgeschädigt, zum Beispiel durch verkalkungsbedingte Engstellen. Hat der Patient im Ernstfall rechtzeitig den Notarzt alarmiert, muss auch im Krankenhaus alles wie am Schnürchen laufen. Wurde mit einer Kontrastmitteldarstellung der Verschluss eines Herzkranzgefäßes festgestellt, kann dieser mit einem hauchdünnen Metallgeflecht, einem sogenannten „Stent“, wieder geöffnet werden. Diese Gefäßstütze wird vom Experten mit einem dünnen Katheter unter Röntgensicht in das Herzkranzgefäß eingebracht. Nach dem Eingriff ist die Engstelle wieder geöffnet, das Blut kann ungehindert fließen. Um einen erneuten Verschluss zu vermeiden, muss der Patient blutverdünnende Medikamente nehmen. Außerdem sollte die Lebensweise angepasst werden, gesunde Ernährung und die richtige Sportart helfen, das Infarktrisiko zu vermindern.

Kontakt
Dr. Frank Lieder
Leitender Kardiologe der Chest-Pain-Unit (CPU)
Telefon 0251.5007-4244
f.lieder@raphaelsklinik.de

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