Schmerztherapie

Die schmerztherapeutische Versorgung der Patienten der Raphaelsklinik gehört zu den Kernaufgaben der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin.

Akutschmerztherapie:

Eine postoperative Schmerztherapie wird bereits vor und während des operativen Eingriffs individuell auf den jeweiligen Patienten und Eingriff bezogen abgestimmt. Postoperativ werden sowohl die systemische Schmerzbehandlung (Tropfen, Tabletten, Zäpfchen, Injektionen) als auch schwerpunktmäßig regionalanästhesiologische Verfahren zur Schmerzausschaltung eingesetzt.

Die patientenkontrollierte Analgesie hat dabei einen hohen Stellenwert. Über einen liegenden Schmerzkatheter werden mit einer computergesteuerten Schmerzpumpe kontinuierlich Schmerzmittel in die Nähe von Nervenstrukturen gegeben. Darüber hinaus erhält der Patient die Möglichkeit sich gegebenenfalls zusätzlich Schmerzmedikation selber auf Knopfdruck zu verabreichen. Eine Überdosierung ist durch Programmieren der Schmerzpumpe unter Einhaltung von oberen Grenzwerten extrem unwahrscheinlich.

Chronische Schmerztherapie/ Palliativmedizin:

Nicht wenige Patienten leiden unter chronischen Schmerzzuständen. Neben der medikamentösen Schmerztherapie kann es im Einzelfall sinnvoll sein, andere Möglichkeiten der Schmerzbehandlung einzusetzen. Neben der regionalen Schmerztherapie durch Schmerzblockaden (Ganglion Stellatum Blockade, ganglionäre lokale Opioidapplikation) werden regelmäßig rückenmarksnahe Analgesieverfahren eingesetzt. In seltenen Fällen ist eine langfristige systemische oder rückenmarksnahe Therapie sinnvoll, sodass dann das Einpflanzen einer Schmerzpumpe durchgeführt wird. Adjuvante Verfahren wie Akupunktur und TENS gehören zum Leistungsspektrum der Abteilung.

In der Tumorschmerztherapie und Palliativmedizin verfolgen wir das Ziel, so wenig invasiv wie möglich eine wirksame Schmerzbehandlung durchzuführen und unseren Patienten weitestmöglich Eigenständigkeit zu bewahren. Wir leiten unsere Patienten dabei an, aktiv die Schmerzbehandlung mitzugestalten. Wenn bei Tumorschmerzen Medikamente alleine nicht helfen, kommt auch hier das Einpflanzen eines Schmerzkatheters und gegebenenfalls einer Schmerzpumpe zum Einsatz mit dem Ziel eine deutliche Schmerzlinderung und ein lebenswertes Dasein für den Patienten zu erreichen.

Die Behandlung chronischer Schmerzen einschließlich Tumorschmerztherapie kann in unserer Schmerzambulanz ambulant erfolgen.

  • In einem ersten Schritt erfolgen ambulante Beratung und medikamentöse Neueinstellung des Patienten.
  • In einem zweiten Schritt kann für die weitere Schmerztherapie der betreuende Hausarzt oder niedergelassene Facharzt einerseits, oder andererseits der Patient selber hinsichtlich der Optimierung der Behandlung bei uns Rat finden.