Curriculum Weiterbildung Gastroenterologie (dreijährige Ausbildung)

Ziel dieses Weiterbildungskonzeptes ist es, die Weiterbildungsinhalte zum Schwerpunkt Gastroenterologie für die Klinik Innere Medizin II – Gastroenterologie der Raphaelsklinik festzulegen.

Dem Weiterbildungskonzept vorangestellt, wird die Arbeitsteilung innerhalb der Klinik Innere Medizin II dargestellt. Der Stellenplan umfasst einen Chefarzt, zwei Oberärzte sowie vier Assistenzärzte. Von den vier Assistenzärzten befinden sich mindestens zwei in der Weiterbildung im Schwerpunkt Gastroenterologie sowie ein bis zwei weitere Assistenten in der Weiterbildung im Teilgebiet Innere Medizin. Die Weiterbildungsassistenten des Teilgebiets Innere Medizin II durchlaufen jeweils halbjährliche Rotationen aus der Klinik Innere Medizin I, mit der die Weiterbildung dieses Teilgebiets gemeinsam angeboten wird.

Jeweils ein Weiterbildungsassistent Gastroenterologie, ein Weiterbildungsassistent Innere Medizin und ein Oberarzt bilden ein Team und versorgen eine Hälfte der Patienten der Klinik.  Die technischen Untersuchungen sollen vorzugsweise von den Ärzten durchgeführt werden, die die Patienten auch klinisch betreuen. Dabei gelten folgende Spezifikationen: Der Weiterbildungsassistent Innere Medizin führt Abdomensonografien, Oesophago-Gastro-Duodenoskopien sowie Endoskopien des unteren Verdauungstraktes selbstständig unter Supervision des Oberarztes oder Chefarztes durch, maximal jedoch bei der Hälfte der Patienten seines Teams. Die andere Hälfte sowie alle übrigen Untersuchungen, insbesondere therapeutische Endoskopien, ERCP, PTCD, Endosonographien und Punktionsuntersuchungen werden vom Weiterbildungsassistenten Gastroenterologie, ebenfalls unter Supervision des Oberarztes oder Chefarztes, durchgeführt.

In der klinischen Tätigkeit erfolgt die Weiterbildung durch

  • tägliche Zugangsvisiten durch die Oberärzte,
  • zweimal tägliche Besprechungen mit dem Chefarzt und den Oberärzten, einschließlich Falldemonstrationen mit Bildern und Videos von Sonographien und Endoskopien,
  • einmal wöchentliche Chefarztvisite,
  • einmal tägliche Röntgenbesprechung,
  • einmal wöchentliche Tumorkonferenz,
  • Supervision bei allen technischen Untersuchungen (Sonographie, Endoskopie, Funktionsdiagnostik) durch Oberärzte und Chefarzt

 

Die Mindestzahl zur selbständigen Durchführung, Befundung und Dokumentation von Untersuchungsverfahren und Behandlungsverfahren der Gastroenterologie unter Supervision eines Oberarztes oder des Chefarztes wird im Folgenden tabellarisch aufgeführt, wobei nach dem Weiterbildungsjahr unterschieden wird. Maßgeblich für die Zuordnung zum Weiterbildungsjahr ist der bisherige Weiterbildungsstand, nicht die Dauer der Tätigkeit in der Klinik.

Folgende Fortbildungsmöglichkeiten innerhalb der Weiterbildung bestehen:

  • Wöchentliche gemeinsame Fortbildung der Kliniken Innere Medizin I und II (2 CME-Punkte)
  • Wöchentliche Tumorkonferenz (3 CME-Punkte)
  • Kongressbesuche z. B.:
    • Arbeitskreis Gastroenterologie Münster-Münsterland
    • Nordrhein-westfälische Gesellschaft für Gastroenterologie
    • Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
    • Und andere (mindestens 6 Tage Fortbildungs-Urlaub)