Urologie

Diagnostische und operative Belegabteilung an der Raphaelsklinik mit 28 Betten.

Die Abteilung für Urologie wird belegärztlich geführt. Sie befasst sich mit der Diagnostik, konservativen sowie operativen Behandlung von Patienten mit Krankheiten der ableitenden Harnwege und der männlichen Genitalorgane. Es werden z.B. Patienten mit folgenden Krankheiten behandelt: bösartige Tumoren von Niere, Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase, Prostata, Hoden und Penis; gutartige Erkrankungen der oben genannten Organe mit Krankheiten wie Nierenzysten, Harnsteinen, Prostatavergrößerung, Harnröhrenverengungen, Hydrocelen, Varikozelen, Spermatozelen, Vorhautverengungen und Harninkontinenz beider Geschlechter.

Der postoperativen Schmerztherapie wird in der Abteilung ein besonderer Stellenwert zugemessen. Diese erfolgt interdisziplinär in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesie und operative Intensivmedizin und wird als Wahlleistung komplementärmedizinisch ergänzt.

Operative Eingriffe werden sowohl ambulant als auch stationär angeboten und durchgeführt. Dabei wird das gesamte operative Spektrum der Urologie abgedeckt. Im Besonderen sind hierbei zu nennen die Tumorchirurgie an Niere, Prostata und auch der Harnblase mit Bildung kontinenter Harnableitungen (z.B. Neoblase oder Pouch). Im Speziellen wird hierbei auf den Erhalt der Kontinenz und Sexualfunktion geachtet. Hierzu findet ein Wasserstrahlskalpell seine Anwendung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung ist die Diagnostik, konservative und operative Therapie von komplexen Harninkontinenzstörungen. Ein weiteres Feld ist die endoskopische Behandlung von Erkrankungen der Harnblase und der Prostata sowie von Harnsteinen. Dabei ist insbesondere die Anwendung der bipolaren Resektion (potenzschonend) sowie die minimal invasive ureterorenoskopische Steinsanierung unter Sicht hervorzuheben.

In Kooperation mit Frau Dr. med. Otto werden chinesische Medizin und Akupunktur als komplementärmedizinische Ergänzung oben genannter Therapie angeboten.

Die Praxis im Jahr 1950 von Dr. Josef Cohausz (†) als erste urologische Praxis Münsters gegründet. Die Praxisräume waren zunächst in der Salzstraße. Dr. Cohausz sen. gründete die urologische Belegabteilung in der Raphaelsklinik, die auch heute noch von der Praxis geführt wird.  Der Umzug an den heutigen Standort erfolgte im Jahr 1953. Durch den Eintritt zunächst von Dr. Gebhard Cohausz (1974), dann von Dr. Faramarz Palizban (1983), später von Dr. Walter Otto (1989) und zuletzt von Dr. Eckart Gronau (2006) erhielt die Gemeinschaftspraxis ihr heutiges Gesicht. Alle vier Praxisinhaber sind Fachärzte für Urologie. Die Ausbildung erfolgte an großen urologischen Kliniken mit vollständigem operativem Spektrum, so dass jeder über umfassende Erfahrungen und Fähigkeiten in der Diagnostik sowie in der operativen und konservativen Therapie urologischer Erkrankungen verfügt.

Durch die belegärztliche Tätigkeit besteht neben der Zusammenarbeit mit Hausärzten eine enge Kooperation mit anderen niedergelassenen Urologen, die uns Patienten zur operativen Therapie vorstellen. Gute Zusammenarbeit besteht auch mit niedergelassenen Onkologen sowie mit sämtlichen Fachabteilungen der Raphaelsklinik. Operationen werden, wenn erforderlich, in interdisziplinärerer Kooperation mit Chirurgie oder Koloproktologie vorgenommen. Es erfolgt die regelmäßige Teilnahme am urologischen Qualitätszirkel. Durch die Mitgliedschaft im Rheinisch-Westfälischen Zentrum für Beckenchirurgie e.V. wird auch eine überregionale, interdisziplinäre Kooperation gewährleistet.

Nähere Informationen über unsere Praxis erfahren Sie auf unserer Internetseite