Pflege, Kurzzeitpflege und ambulante Pflege

"Eine Krankenschwester hat die Aufgabe, den Einzelnen - gesund oder krank - bei jenen Handlungen zu unterstützen, die zur Gesundheit oder deren Wiederherstellung (oder zu einem friedlichen Tod) beitragen, die er selbst ausführen würde, wenn er über die erforderliche Kraft, das Wissen und den Willen verfügte. Ebenso gehört es zu ihren Aufgaben, den Kranken zu helfen, seine Unabhängigkeit so rasch wie möglich wiederzuerlangen." (Virginia Henderson)

Im Mittelpunkt unseres pflegerischen Handelns steht der Mensch. Jeder Mensch hat mit seinen individuellen Bedürfnissen, Sorgen, Nöten, aber auch Kräften Anspruch auf entsprechende Betreuung. Denn in seiner Einheit aus Körper, Seele und Geist befindet er sich in einem ständigen und wechselseitigen Austausch von äußeren Einflüssen und inneren Auswirkungen.

Das Wohlbefinden des Menschen hängt von der Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse ab. Sind diese Grundbedürfnisse erfüllt, ist der Mensch in der Lage, unter Berücksichtigung seiner Ressourcen Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und Körper, Geist und Seele in Einklang zu halten. Pflege setzt von außen an dem gestörten Gleichgewicht an und trägt dazu bei, die eigenen Kräfte des Patienten zu aktivieren, indem sie z.B. Hilfe zur Selbsthilfe anbietet und den kranken Menschen in diesem Prozeß begleitet. Dies erfordert eine entsprechende Ausbildung und Fort- und Weiterbildung. Nur so können die PatientInnen wirklich sicher sein, daß die Probleme und Ressourcen auch erkannt und entsprechende Folgerungen gezogen werden.

Dieses Prinzip bestimmt den sogenannten Pflegeprozess auf der Basis des Pflegemodells von Nancy Roper.

Um unsere Patienten wirklich ganzheitlich und individuell pflegen zu können, arbeiten wir nach dem Prinzip der Bereichspflege. Die Qualität der Pflege wird durch ständig aktualisierte Pflegestandards und durch Fort- und Weiterbildungen gesichert.