Das Klinische Ethikkomitee

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!

Die Antwort auf ethische Fragen fällt nicht immer leicht; zumal wenn es um Gesundheit und Krankheit, Leben und Tod geht. Manchmal hilft der Austausch mit Anderen, um die für sich selbst „richtige“ Entscheidung zu treffen.

Klinikmitarbeiter können im Krankenhausalltag vor schwerwiegende ethische Fragen gestellt werden: wie lange soll ein Komapatient, bei dem keine Hoffnung auf Heilung mehr besteht, künstlich am Leben erhalten werden? Soll man als Kind einer demenzkranken, hochbetagten Mutter einer lebens-, aber auch leidensverlängernden Beinamputation zustimmen, oder sollte man die Mutter in „Ruhe sterben lassen“? Soll man sich einer Krebstherapie mit vielen Nebenwirkungen unterziehen, selbst wenn der Arzt einem sagt, dass sie das Leben nur um kurze Zeit verlängern wird?
Wenn Sie in solchen oder ähnlichen Konfliktsituationen das Gefühl haben, Entscheidungshilfe und Beistand zu benötigen, unterstützt Sie das Ethikkomitee der Raphaelsklinik. Unser Informationsblatt informiert Patienten, Angehörige oder Klinikmitarbeiter über die Aufgaben und die Zusammensetzung des Komitees.
Haben Sie keine Scheu, nach der Lektüre mit uns Kontakt aufzunehmen, wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen!

Es grüßt Sie herzlich
Frank Schüssleder
Vorsitzender des Ethikkomitees

Die Patientenverfügung

Jeder von uns kann durch Krankheit, Unfall oder im Alter in die Lage kommen, selbst keine Entscheidung treffen zu können. Eine Patientenverfügung kann in dieser Situation eine wichtige Hilfe für den Arzt sein, den mutmaßlichen Willen des Patienten zu ermitteln und entsprechend diesem Willen zu handeln.

Was ist eine Patientenverfügung?

Eine Patientenverfügung („Patiententestament”) ist ein schriftliches Dokument, in dem Sie Ihren Willen für den Fall formulieren, dass Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, in eine ärztliche Behandlung einzuwilligen oder diese abzulehnen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls längere Zeit bewusstlos sind oder eine schwere Hirnschädigung erlitten haben. Eine sinnvolle Ergänzung zur Patientenverfügung ist die Vorsorgevollmacht. In der Vorsorgevollmacht bemächtigen Sie eine Vertrauensperson, die für die Umsetzung der Patientenverfügung und andere persönliche Angelegenheiten sorgt. Selbst nahe Angehörige (zum Beispiel Ehepartner oder volljährige Kinder) benötigen eine solche Vollmacht, um für Sie entscheiden zu können.
Ein kurzes Informationsblatt bietet Ihnen einige Informationen zum Thema. Sollten Sie weitere Fragen haben, freuen wir uns auf Ihren Anruf oder Ihren Besuch!

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Das Informationsblatt des Ethikkomiteespdf1.21 MB
Informationsblatt zur Patientenverfügungpdf371.67 KB