Viel Geschichte im modernen Gewand

Wer den moderne Klinkerbau mit den großen Glasfronten zum ersten Mal sieht, kann kaum glauben, dass sich in ihm über 100 Jahre Geschichte verbergen. Wir berichten hier ein wenig über unsere Geschichte, weil sie das Maria-Ludwig-Stift zu dem gemacht hat, was es heute ist. Und weil sie viel über die Werte aussagt, zu denen wir noch heute stehen.

Die Clemensschwestern in Dülmen

Im Jahr 1917 errichtete Dr. Ludwig Wiesmann, Ehrenbürger der Stadt Dülmen, auf sechs Hektar Bauland ein Erholungsheim für Clemensschwestern an der Coesfelder Straße. Nach und nach entstanden mehrere Gebäudekomplexe, das erste Wohnheim bot Platz für 30 Erholgungsschwestern, die in Dülmen Ruhe und Entspannung finden sollten, um wieder gestärkt ihrer Arbeit in der Pflege, in der Seelsorge oder im Gemeinwesen nachgehen zu können. Ein zweites Wohnheim folgte, aus einem Geräteschuppen entstand eine Behelfskirche, die nach der Zerstörung der St. Viktor Kirche im zweiten Weltkrieg als Notkirche genutzt wurde.

In den 1960er Jahren gab es in Deutschland und dem Rest der Welt bis zu 2800 Clemensschwestern, die junge Schwesterngeneration sorgte sich um die Betreuung und Pflege ihrer älteren Mitschwestern. Neben den Erholungsschwestern wohnten nun auch Schwestern mit Betreuungs- und Pflegebedarf im Maria-Ludwig-Stift, die oftmals nach ihrem 40-, 50- oder 60-jährigem Einsatz in der Krankenbetreuung ein Anrecht auf ein umsorgtes Zuhause hatten. In den 1980er Jahren wurden zusätzlich auch ausgebildete Pflegefachkräfte zur Versorgung der Clemensschwestern eingestellt.

Die Alexianer in Dülmen

Im Jahr 2015 schlossen sich die Alexianer und die Krankenhausträgergesellschaft der Clemensschwestern, die Misericordia, zusammen. Mit den Alexianern wurde die Schwesternschaft der „Barmherzigen Schwestern – Clemensschwestern“ um einen starken regionalen Träger ergänzt und konnte im Zusammenschluss seinen Wirkungsbereich in der Region weiter ausbauen und stärken.

Das neue Maria-Ludwig-Stift in Dülmen

Im September 2020 öffnet der moderne Neubau – das neue Maria-Ludwig-Stift – seine Türen und bietet fortan Platz für 72 Menschen mit einem Betreuungs- und Pflegebedarf. Das Gebäude umfasst sechs Wohnbereiche, die durch Wege mit eigenen Namen gekennzeichnet sind. Jeder Weg ist mit einer großen Wohnküche sowie einem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer ausgestattet. Die hauseigene Kapelle stellt eine bauliche Besonderheit dar und bietet per Live-Übertragung auf dem Kapellensender jedem Bewohner und jeder Bewohnerin die Möglichkeit, an Gottesdiensten und Veranstaltungen teilzuhaben.

Das liebevoll gestaltete Café "Tante Lisbeth" im Stil der 1960er Jahre ist der zentrale Treffpunkt für die Menschen, die hier leben, arbeiten oder sich hier einfach nur wohlfühlen. Das modern ausgestattete Kaminzimmer lädt zu großen Feierlichkeiten, Fortbildungen und Filmnachmittagen ein. Der begrünte Innenhof mit Hochbeeten zum Bepflanzen, die weitläufige Terrasse und die großen Balkone bieten Ruhe und Entspannung. Mit der verkehrsnahen Anbindung ist das Maria-Ludwig-Stift schnell und komfortabel zu erreichen.


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